11. Mai 2016

Auf dem Weg zur RH 1 Prüfung

Ihr Lieben, lange haben wir nicht mehr über unsere Rettungshundearbeit berichtet. Heute wollen wir euch erzählen worauf wir momentan hinarbeiten und wie es in den nächsten Wochen für uns weitergeht!



Schon bald steht für uns die Begleithundeprüfung an. Doch was ist eigentlich eine Begleithundeprüfung (BH) und wie kann man sich eine solche vorstellen. 


Wissenswertes zur Begleithundeprüfung 


Grundsätzlich ist eine BH eine Grundprüfung in der neben dem Gehorsam auch Verhalten im Umgang mit Alltagssituationen wie Radfahrern, Joggern oder Spaziergänger geprüft wird. Im Bezug auf unsere Rettungshundeausbildung bildet die BH eine absolute Grundlage für alle weiteren Prüfungen. Da wir noch in diesem Jahr unsere erste Prüfung ablegen wollen, beginnen wir nun mit dem Training zur Prüfung. 
Voraussetzung für die Teilnahme an der Begleithundeprüfung ist ein bestandener Sachkundenachweis, der zumeist schon bei der Anmeldung des Hundes bei der Stadt nachgewiesen werden muss. Zum Glück haben wir diesen bereits erbracht!
 "Für alle die ihn noch erbringen müssen, macht euch keinen Kopf! ;)" 
Aufgeteilt ist die Prüfung an sich in zwei Teile. Der erste Teil macht die Unterordnung aus, die bei uns auch bereits Teil des Trainings bei der Feuerwehr ist und aus einem zweiten Teil in dem das Verhalten des Hundes in der Öffentlichkeit geprüft wird. 
Inhaltlich muss der Hund im ersten Teil Fußgehen mit und ohne Leine, Durchgehen einer Menschenmenge, Sitzübung und Ablegen erbringen. Diese Gehorsamkeitsübungen sind durchzogen von Tempowechseln, Wendungen und Anhalten. Zusätzlich und als besondere Schwierigkeit muss der Hund in 30 Schritten Entfernung zu seinem Hundeführer abgelegt sein und solange verharren bis ein anderes Hund-Mensch-Team die Prüfung absolviert hat. Das dauert so ca. 10 Minuten. Gerade die Ablage bei Ringo trainieren wir momentan sehr intensiv und mit steigenden Schwierigkeitsgraden! 
Wer sich eine Prüfung mal komplett anschauen will! "(Hier klicken)" "sehr sehr beeindruckend!"

Der nächste Schritt


Ist diese Prüfung erfolgreich abgelegt, so kann man die erste Prüfung in der Rettungshundeausbildung ablegen, die sogenannte RH 1
Grundsätzlich wird in der RH 1 eine Tauglichkeit und Eignung geprüft. 
"Dieses sollte uns nach bisherigen Stand nicht wirklich aufhalten." 
Besteht man die RH  ist man berechtigt die nächsthöhere Prüfung in Angriff zu nehmen. Das wäre bei uns dann die RH 2 Fläche oder die RH 2 Trümmer. Aber der Weg bis dahin ist noch sehr weit!
Aber zurück zum eigentlichen Thema. In der RH 1 werden verschiedene Gerätebegehungen vom Hund erwartet. Wackelnder Untergrund, Gitter und rutschige Geräte trainieren wir momentan regelmäßig. Dies dient dem Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer. Ringo ist ein sensibler Hund, der aber auch mitunter hektisch werden kann. Die größte Schwierigkeit besteht interessanterweise nicht darin, dass Ringo sich nicht trauen würde auf diese Untergründe zu laufen, sondern das ich die Ruhe bewahre und ihn vor seinem Arbeitstrieb und seinem unbändigen Arbeitswillen ein wenig schütze. Denn durch sein "Draufgänger-Verhalten" hat er es schon des öfteren geschafft die Geräte auf seine Art und Weise auch mal abzuräumen. Daraus setzt sich bei Ringo dann wiederum eine negative Erfahrung ab, die dann mit einem Erfolgserlebnis erstmal wieder gelöst werden muss.
 Mittlerweile haben wir den Bogen heraus und es klappt wunderbar, sogar mit einer Kehrtwende auf einem schmalen Brett! Darauf sind wir sehr stolz. 
Wir haben für euch mal eine Abfolge fotografiert, damit ihr einen besseren Eindruck von unserer Arbeit bekommt: 

1. Schritt: Aufmerksamkeit erzeugen


2.Schritt: Ruhe bewahren und den Hund mit der Situation entspannen lassen


3. Schritt: Ruhiger gelungener Abgang





Neben der Gerätearbeit wird jedoch auch eine Suche erwartet. Einmal eine Suche in einem offenen Versteck und einmal ohne visuellen Anhaltspunkt für den Hund. Offenes Versteck heißt, dass Ringo die jeweilige Versteckperson sieht und somit die Aufmerksamkeit geprüft wird. Ohne visuellen Anhaltspunkt heißt soviel wie, Ringo sieht niemanden und ist gezwungen menschliche Witterung aufzunehmen und vornehmlich seine Nase arbeiten zu lassen. Dies klappt mittlerweile schon sehr gut. Auch seine stürmische Art und Weise sich potentiellen Opfern zu nähern hat sich extrem gebessert, sodass er sie mittlerweile kaum noch anspringt und akzeptabel auf Distanz bleibt! 
Zu guter Letzt wird seit neustem auch eine Wegesuche vom Hund erwartet. In maximal 5 Metern Entfernung zum Weg sind Versteckpersonen platziert die beim normalen Laufen vom Hund gewittert und angezeigt werden müssen. Dies haben wir beim gestrigen Training zum ersten Mal gemacht und haben bereits die ersten Erfahrungen gesammelt. 

Insgesamt würden wir sagen, dass wir auf einem guten Weg sind. Die Arbeit macht uns nach wie vor sehr viel Spaß und wir erfreuen uns an den kleinen Fortschritten die unser Rabauke macht. 

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