28. Februar 2016

Das Leben als Studentenhund


Studium und Hund? Funktioniert das überhaupt?

Bevor wir uns Ringo angeschafft haben, haben wir uns viele Gedanken gemacht, ob wir einen Hund in unser Leben integrieren können. Doch haben sich unsere Gedanken erfüllt und wie sieht unsere Realität aus?

Als wir mit dem Gedanken spielten uns einen Hund anzuschaffen, kamen neben den vielen positiven Aspekten, die ein Hund mit sich bringen würden auch viele Bedenken seitens unserer Familien auf. Vor allem kamen Bedenken bezüglich Zeit, Geld und unseres Alters auf.  

Zeit
Natürlich hat man sehr viel zu tun auf Grund des Studiums. Allerdings ist hier Absprache das Zauberwort. Freddy hat zuerst an einer relativ kleinen Hochschule studiert, wo der Stundenplan vorgegeben wurde. Deswegen konnte ich meinen Stundenplan um seinen herumbasteln, sodass Ringo selten oder wenn es nicht anders ging nur kurz alleine bleiben musste. Mittlerweile können wir beide uns unseren Plan so basteln, dass wir unsere Unitage so legen, dass meistens einer von uns zu Hause ist und Ringo bespaßen kann. 
Neben dem Studium haben wir beide noch Nebenjobs. Hier sprechen wir uns ebenfalls ab, sodass Ringo immer gut versorgt ist. 
In den Semesterferien haben wir dafür seeeeeeehr viel Zeit für Ringo und unternehmen dort oft etwas besonders. Wir gehen dann zum Beispiel in den Zoo oder Tierpark, fahren zu besonderen Gassistrecken oder unternehmen lange Wanderungen entlang der Lippe. Diese Zeit genießen wir drei immer sehr! In der Vorlesungszeit sind solche Unternehmungen meistens nur am Wochenende möglich, aber wahrscheinlich ist dies auch bei Berufstätigen so. 
Und die Zeit fürs Training oder Playdates muss man einfach in seinen Alltag integrieren! Dies war bei uns aber ganz einfach - schnell hatten wir feste Termine wie die Welpenstunde oder wöchentliche Treffen mit Ringos Kumpels in unseren Alltag eingeplant. Mittlerweile trainieren Ringo und Freddy zwei mal wöchentlich bei der Feuerwehr, was sich super mit dem Studium vereinbaren lässt. 

Geld
Das liebe Thema Geld. Als Studierender ist man sicherlich kein Topverdiener. Hier muss man ebenfalls vorher gut planen. Wir haben verschiedene Faktoren bedacht wie die Anschaffung, Futter, Zubehör, Steuer, Versicherung oder Tierarzt. Wenn man alles durchrechnet kommen wir momentan auf monatliche Kosten von ungefähr 40 Euro für Futter und Zubehör. Zum Tierarzt müssen wir zum Glück nur zum Impfen. 
Im ersten halben Jahr sah dies leider ganz anders aus. Ringo hat sich wahrscheinlich auf einer Hundewiese Giardien eingefangen und wir sind sie nicht mehr losgeworden. Dort hat sich einiges an Tierarztkosten angehäuft. Allerdings sollte man für derartige ungeplante Ausgaben ein kleines finanzielles Polster aufbauen, sodass man finanziell nicht überfordert wird. Wir haben für uns beschlossen jeden Monat etwas Geld zurückzulegen, was wir für den Tierarzt oder auch für Versicherung und Steuer nutzen. 

Alter
Sicherlich ist man mit Anfang/Mitte 20 noch sehr jung und stellt sich einer großen Verantwortung durch einen eigenen Hund. Durch die Selbstständigkeit kann man schließlich nicht mal eben Mama oder Papa fragen mit dem Hund zu Gehen. Auch kamen die Bedenken auf, dass wir uns durch Ringo einschränken würden. Das stimmt natürlich! Wir können nicht die ganze Nacht feiern gehen oder mal spontan ein Wochenende nach Barcelona fliegen. Doch das stört uns nicht und wir waren uns sehr sicher, dass wir unsere kleine Familie durch Ringo komplett machen möchten und wir haben es - trotz unseren jungen Alters - noch nie bereut! 



Studium mit Hund? Es funktioniert!
Die Bedenken bezüglich der Anschaffung eines Hundes sind natürlich vollkommen berechtigt! Und es wäre auch falsch, wenn man sich nicht gründlich vor der Anschaffung eines Haustieres überlegen würde, ob das Tier ins Leben passt. 
Mit guter Planung und einem gewissenhaften Abwägen wie man seine Freizeit verbringen möchte, ist auch die Hundehaltung im Studium auf jeden Fall möglich!

Wir können sagen, dass wir diese Entscheidung NIEMALS bereut haben uns Ringo zu holen, denn er ist eine enorme Bereicherung in unserem Leben. Durch Ringo haben wir viele neue, tolle Menschen kennengelernt und Orte in der Natur entdeckt, die wir ohne ihn nie gefunden haben. Auch die Arbeit bei der Feuerwehr macht den beiden Männern viel Spaß und wir hätten uns niemals ohne Ringo so ein Hobby gesucht. Natürlich machen wir auch Abstriche was Urlaub angeht und fahren deswegen "nur" an die Nordsee. Aber das ist vollkommen okay und wir haben sicherlich mehr Spaß am Hundestrand mit Ringo zu Toben als Sightseeing in Barcelona zu machen!


Wie sieht es bei euch aus? Wann habt ihr euch eure Vierbeiner angeschafft und wir meistert ihr euren beruflichen Alltag mit Hund?

Kommentare:

  1. Emmelys Leben begann auch als Studentenhund ;) Naja so ein bisschen zumindestens, denn Emmely zog in meinem letzten Semester ein. Ich hatte meine Prüfungen vorgezogen, sodass ich im letzten Semester nur noch die Bachelorarbeit schreiben musste und in den Semesterferien, bevor Emmely einzog, viel mehr als sonst gearbeitet und konnte mir daher leisten, einfach mal die ersten zwei Monate komplett Zuhause zu bleiben, auch dank Bafög. Zu den Terminen beim Prof durfte Emmely netterweise immer mit und dann zu den Kindern, die ich im Familien unterstützenden Dienst betreute, durfte sie auch mit.

    Je nach Studiengang kann man glaube ich sagen, dass man nie wieder so flexibel und viel Zeit haben wird.. Und das ist sicherlich auch möglich ohne Partner.. Und die Einschränkungen (die man als Hundebesitzer eh nur selten als solche sieht), sind es soooo was von Wert.
    Wir finden es super, dass es bei euch so klappt.. Und da ist doch auch Zeit für noch ein Schokobaby oder *kicher*
    Liebste Grüße

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    1. Als Ringo kam, war Freddy auch erstmal 5 Monate zu Hause, da er schon mit seinem Praxissemester fertig war und musste somit nur noch arbeiten. Das war echt praktisch, da wir so langsam das Alleinbleiben usw üben konnten. Man kann sich eben die Zeit super gut einteilen und gut Organisieren, sodass das echt gut kappen kann.
      Und da ist AUF JEDEN FALL noch Zeit und Platz für einen kleinen Labbi... wahrscheinlich aber eher eine Lakritzschnecke. :P Obwohl die Schokis ja auch meeeeeega süß sind. Mal sehen... :)

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  2. Ich finde es klasse wie das bei euch klappt. Und es ist wahr, die Entbehrungen die man als Hundehalter hat, nimmt man doch gar nicht mehr wahr, da die Freude die man bekommt um einiges größer ist. Bei uns klappt es mit Hund, weil mein Mann Schicht arbeitet und diese relativ selbstständig planen kann und ich auch oft mal ins Homeoffice ausweichen kann. Ab und an ist Maya auch mal alleine, aber alles in einem erträglichen Maße. Als sie im Dezember zu uns kam, hatten wir abwechselnd Urlaub/frei, so dass wir eine angenehm lange Eingewöhnungszeit hatten. Das haben wir auch schon bei ihrem Vorgänger der Schokonase Bruno so gehandhabt.
    Euch weiterhin alles Gute bei eurer Zeitplanung, ein zweiter Hund ist natürlich auch toll und den würde ich für uns in der Zukunft nicht ausschließen. Aber erst mal muss die Maya groß werden ;-)
    Liebe Grüße
    Sabine

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  3. Eigentlich ist die Studentenzeit die beste Zeit für einen Hund, wenn man nicht gerne Party feiert oder die Zeit zum Reisen nutzen will. Meine größte Sorge wäre die Zeit nach dem Studium…Wo finde ich einen Job, sind die Arbeitszeiten hundegerecht, muss ich umziehen und finde ich eine hundegerechte Wohnung???? Nachdem ich mit dem Studium fertig war, musste ich viel und lange arbeiten. Ich hätte einem Hund nicht gerecht werden können. Aber das liegt vielleicht auch am Studiengang, den Berufswünschen und Arbeitzeiten.....

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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    1. Hallo Sabine,

      die Sorge ist natürlich berechtigt. Im Studium kann man sich seine Zeit noch super frei einteilen aber was ist danach? Der Job wird bei mir höchstwahrscheinlich nicht das Problem werden, da man doch als Lehrerin meistens nicht den ganzen Tag (ok - außer es sind Konferenzen, Klassenausflüge, o.ä.) außer Haus ist. Von daher konnten wir das schon ziemlich gut kalkulieren. Mit einer Wohnung müsste dann irgendwann nochmal gucken. Aber da sind wir eigentlich ganz optimistisch. :)

      Liebe Grüße
      Anni

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  4. Sparta ist auch bei mir eingezogen, als ich mitten im Bachelorstudium steckte. Ich muss allerdings gestehen, dass ich mir vorher so ziemlich gar keine Gedanken gemacht habe, wie es ist, einen Hund zu haben. Als wir Sparta auf Kreta auf dem Tierschutzhof, auf dem wir ja nur zum Helfen waren, einen eigenen Hund wollten wir ja gar nicht *hust*, gesehen haben, musste er einfach mit. Er ist uns nicht mehr von der Seite gewichen.
    Es hat auch alles super geklappt, er war nie viel alleine und ich war so froh ihn zu haben. Da ließ Emily nicht lange auf sich warten ;-)
    Ich bin sehr froh, dass meine beiden während des Studiums eingezogen sind und ich habe es auch nicht eine Sekunde bereut.

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