11. Dezember 2015

Ringos erstes Abenteuer als werdender Rettungshund


"Wo ist mein Herrchen?"


...ein weiteres Highlight stand nun an! Die bei uns ansässige Hundestaffel unserer örtlichen Feuerwehr hat in ihrem Leistungsspektrum nicht nur die Flächensuche und Ortungstechnik, sondern auch die Trümmersuche im Portfolio. Und genau zu solch einer Trümmerlage ging es beim nächsten Training. Wir fuhren zu einer Trümmerfläche etwas weiter außerhalb. Ringo hatte natürlich sofort bemerkt, dass dieses Training bei der Feuerwehr ganz anders werden würde als die bisherigen. Wir stiegen aus dem Auto und waren perplex. Es war ein riesiges, auf den ersten Blick recht unübersichtliches Trümmergelände. Schwanzwedelnd und sichtlich aufgeregt verfolgte Ringo sehr interessiert alles was um ihn herum geschah. Aber erstmal generell ein paar Informationen zur Trümmersuche.

Die Trümmersuche 

Die Arbeit als Trümmersuchhund gehört zu den schwierigsten Disziplinen eines Rettungshundes. In oftmals ziemlich unübersichtlichen Geländen, muss der Hund die Orientierung behalten und was noch deutlich wichtiger ist mit den Rahmenbedingungen richtig umgehen. Hunde sind es zumeist gewöhnt einen sicheren und festen Stand zu haben. Auch bei der Flächensuche ist dies zumeist der Fall, außer der Hund tritt auf einen matschigen Untergrund. Bei der Trümmersuche muss der Hund mit rutschenden, wackligen und sperrigen Untergründen umgehen und auch dort seine Arbeit gewissenhaft ausüben. Neben diesen schwierigen Bedingungen gibt es bei der Trümmersuche aber ein weiteres großes Problem: Der Rettungshund muss unter einer Vielzahl an Gerüchen die menschliche Witterung einwandfrei heraus arbeiten und diese dann auch noch an der möglichst nächsten Stelle zum Opfer auch durch Verbellen anzeigen. Der Trümmersuchhund kommt klassischerweise bei Gasexplosionen und in Erdbebenkrisengebieten zum Einsatz. 

Nun zurück zu Ringos erstem Abenteuer. Zu Beginn der Übung ging es darum Ringo mit den neuen Untergründen vertraut zu machen. 

Dafür versteckte ich mich hinter einem eher kleineren Hügel, der für Ringo wie ihr auf dem Bild links unschwer erkennen könnt, gar kein großes Hindernis war. Als ich in meiner Position war rief ich nach Ringo und er kam wie ein Berserker auf mich zu und zeigte mich brav durch Verbellen an. 

"da denkt Herrchen, das könnte mich umhauen, da kennt er mich aber schlecht, dass er mir sowas nicht zutraut!"

Nachdem Ringo den ersten Teil der Übung sehr zum Erstaunen aller bravourös bewältigte, kam nun ein etwas schwierigerer Teil. Dabei ging es in die eigentliche unsichere Trümmerlage. Damit der Hund an die schwierigen Untergrundverhältnisse gewöhnt wird, geht der Hundeführer vorweg und der Hund folgt seinem Hundeführer. So zeigt der Hundeführer seinem Hund den Weg und der Hund folgt ihm, was das Vertrauen vom Hund gegenüber seinem Hundeführer fördert. So gelang es Ringo und mir relativ problemlos über die großen Trümmerhügel zu gehen. 

"relativ problemlos??? Da übertreibt Herrchen aber ein wenig, Herrchen hatte schon seine Probleme den großen Hügel hoch zu kommen, aber er ist ja auch nicht so schnell wie ich!" ;)

Also ging es zum Finale: Der große Trümmerberg musste bezwungen werden. Dafür versteckte ich mich oben und Ringo musste mich suchen und sich seinen eigenen Weg nach oben suchen. Ringo begann den Aufstieg etwas angespannt.


Aber schon nach kurzer Zeit gewöhnte er sich an den Untergrund und fand auf dem Weg zu mir nach oben sogar noch einen kleinen Rastplatz um mich genau hinter dem ersten Trümmerkegel zu finden. 


Schließlich fand er mich! Wir wiederholten diese Übung dreimal und er löste die Aufgaben jeweils immer sicherer. Er hatte an dem Tag einen super Eindruck bei allen Beteiligten hinterlassen und ich war mächtig stolz auf ihn!

Seid gespannt auf den nächsten Artikel aus der Reihe "Ringo wird ein Rettungshund", denn er erscheint schon bald! 


Kommentare:

  1. Hört sich ja interessant an! Lotta wird als Mantrailer ausgebildet, trotzdem finde ich es interessant, mal die andere Seite kennen zu lernen ☺ man arbeitet total unterschiedlich aber mit ähnlichem Ziel 👌
    Liebe Grüße,
    Paula und Lotta

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    1. Hauptsache der Gemeinschaft helfen und die Hunde sind glücklich! :)

      Ringotastische Grüße

      Anni und Frithjof

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. Huhu ihr Drei,
    ich finds super, dass ihr Ringos Werdegang als Rettungshund hier so dokumentiert. Es wird viel zu wenig über sowas gebloggt.
    Wir werden auch weiterhin gespannt mitlesen und freuen uns schon auf den nächsten Artikel!
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Mara und Abra

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    1. Vielen Dank für die lieben Worte! Toll, dass dieses Thema eine solche Resonanz findet! Wir werden beim nächsten Mal wohl mal ein Video posten auf dem ihr unsere Trainingsarbeit genauer sehen könnt, samt Erläuterungen unsererseits :) aber so oder so, es wird ganz sicher weiter gehen, es gibt noch tolle Dinge zu erzählen!

      Liebe Grüße zurück

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