11. Juli 2015

Pott Dog - Essen

"Die Ruhrgegend. Wer eine herrliche Gegend kennen lernen will, findet
hier reiche Befriedigung; denn alles, was eine heitere Landschaft zu
schmücken vermag, ist hier in einem Bezirke von wenigen Stunden vereint
anzutreffen: ein liebliches Thal, von heitern Bergen bekränzt,
Ritterburgen und Ruinen, fruchtbare Fluren und duftende Wiesen und dabei
blühender Gewerbfleiß und Handel."
J. F. Wilhelmi, 1828








Melody und Pinscher Buddy bloggen auf ihrem Blog Buddy & Me aus der Pinscher-Perspektive. Dort findet ihr alles rund um den Hundealltag, Lebensstil, kreative DIYs, Produkttest, Kolumnen und wunderschöne Fotos. Die beiden sind total RUHRverliebt & POTTzentriert und somit die perfekten Schreiberlinge, wenn es um den Pott geht! Sie führen unsere virtuelle Reise durch den Pott weiter und zeigen uns ihre Heimat Essen:


Wir nehmen euch heute mit an unsere Ruhr - Namensgeberin DER Region. 

Der Pott ist schön - ja, das ist er wirklich! Während der Norden unserer Heimatstadt Essen geprägt ist von Zechensiedlungen, Fördertürmen und Halden, so muss man im Ruhrtal seine Augen lange suchend schweifen lassen, um die obligatorischen Wahrzeichen des Potts zu entdecken -viel kleiner sind die Zechen und Türme hier, versteckt in dichtem Grün.

Tja - und warum heißt unser Kohlenpott nun RUHRpott, wenn die große Industrie doch gar nicht gleich an der Ruhr sondern eher an der Emscher zu finden ist? 

Nun, die Ruhr ist der Ort, an dem alles begann, dort wo die Kohleflöze an die Oberfläche traten und der Abbau des schwarzen Goldes mit einfachsten Mitteln im 18. Jh. zu bewerkstelligen war. Denn erst mit dem technischen Fortschritt des 19. und 20. Jahrhunderts wurde es möglich, immer weiter in die Tiefe hervorzudringen und so den Flözen nordwärts zu folgen.








Im Essener Ruhrtal ist's grün 

-so grün, dass unsere Stadt zu den 3 grünsten Großstädten Deutschlands gehört. Gerade in den Sommermonaten verbringen wir fast jeden Tag an unserem Flüsschen, denn hier gibt es alles, was Hund und Mensch glücklich macht: Felder, Wiesen, Wald und natürlich Wasser.

Und auch wenn es viele Naturschutzgebiete und Tabuzonen gibt, sind unsere Vierbeiner doch gern gesehen, gleich am Ruhrufer liegen sogar zwei offizielle Hundewiesen.


Unser Gassifavorit ist hier eindeutig Kettwig. Ein wenig unpöttisch ist das schon, denn Kettwig gehört erst seit den 1980er Jahren zu Essen und hatte mit der Kohleindustrie doch eher wenig am Hut-Tuchmacherei war ihr Steckenpferd. Egal Carl - wie man hier so schön sagt.






Durch die Kettwiger Auen

Am besten zu erreichen ist unsere Pottrunde mit dem Auto, denn Kettwig liegt etwas außerhalb, gleich an der Grenze Mülheim und Ratingen. Parkmöglichkeiten gibt es direkt an der Hundewiese, am Ende der "Zur alten Fähre". Hier ist übrigens auch das gleichnamige Gasthaus mit Biergarten zu finden, dass gerade im Sommer zu Erfrischungen einlädt.

Die zweite Parkmöglichkeit liegt auf der anderen Seite der Hundewiese an den Wasserwerken am "Mintarder Weg".

Wir starten unsere Runde meist auf der Hundewiese, damit Buddy sich schonmal ein wenig austoben kann und so für den Rest der Runde besser abrufbar ist. Vom Parkplatz gelangt man über eine kleine Brücke über den Rinderbach direkt auf den Hauptweg der Flitzewiese. Zur einen Seite von der Ruhr begrenzt, zur anderen durch einen Zaun haben die Fellnasen keine Möglichkeit auszubüxen und so hat man hier auch immer wieder zuckersüße Welpenbegegnungen. Überquert man die Wiese längs bis zum Ende hat man die Wahl zwischen der Feldrunde oder der Ruhrrunde.









Gerade wenn es richtig schön heiß ist, wie vergangene Woche, bietet sich ein Spaziergang entlang des Wassers an. Wichtig ist hier: Naturschutzgebiet! Gleich neben dem Weg ist eine Vogel- und Naturschutzzone, daher sollte man tunlichst Acht geben, dass die Fellnase auf dem Weg bleibt. Ansonsten Leine dran.






Entlang des Trampelpfades finden sich nun immer wieder wunderschöne Buchten und Kiesstrände mit seichtem Einstieg und glasklarem Wasser.

Denn die Zeiten als Abwasserweg der Industrie hat die Ruhr längst hinter sich gelassen, mittlerweile erreicht sie die Güteklasse II -stellenweise sogar I- und das ist auch gut so, bedenkt man, dass 2,2 Mio. Menschen in der Ruhrregion ihr Trinkwasser aus unserem Flüsschen beziehen.











Entscheidet man sich für die Feldrunde -beide Runden lassen sich selbstverständlich miteinander verknüpfen- so wandert man hauptsächlich entlang der Wirtschaftswege um die Felder herum. Einen Abstecher durch den kleinen Wald sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, dort kommt man nämlich gleich am Schloss Hugenpoet vorbei -dem Schloss Froschteich sozusagen. Den gibt's dort übrigens immer noch, den Teich. Wenn man sich hier ganz geschickt positioniert, dann bekommt man gleichzeitig einen Blick auf Hugenpoet und Schloss Landsberg, dass ein wenig märchenhaft aus den Wäldern am Ruhrhang herausragt.





So -und nun, am Ende unserer kleinen Tour, wisst ihr Bescheid: Der Pott ist schön!*lach*
Und wer weiß, vielleicht sieht man sich ja mal in unserem schmucken Essener Ruhrtal, unserer grünen Heimat mitten im Kohlenpott ❤

Bis dahin "Glück Auf!" und Alles Liebe
Melody und Buddy



Vielen, vielen Dank an Melody und Buddy für diesen wunderschönen Einblick in ihre persönliche Pott-Schönheit Essen! Wir sind total begeistert von den schönen Impressionen und ich glaube, dass wir bald einen Ausflug ins Essener Ruhrtal zu den beiden machen werden und der Ruhr einen Besuch abstatten werden!

Wir freuen uns schon auf nächste Woche, wenn wir von Essen nach Bochum zu Lizzy und Emmely reisen werden und wir sind gespannt was die beiden uns so zu berichten haben. 


Kommentare:

  1. Haaach, das Ruhrgebiet hat eben seinen Charme :-)
    Eure Stellen kannten wir aber bislang nicht -- aber das soll sich bald mal ändern ;-)

    Liebe Grüße
    Lizzy und das Indianermädchen

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  2. Ein phantastischer Beitrag und wir kommen gerne bald mal vorbei und erkunden den Kettwig ;)

    Ringotastische Grüße

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