21. Juni 2015

Warum gerade ein Labrador?

Gestern telefonierte ich mit einer alten Klassenkameradin, da sie sich für einen Labrador interessiert und einige Fragen zur Rasse Labrador Retriever hatte und hat mich gefragt, warum wir uns für einen Labrador entschieden haben. 

Den "Modehund" Labrador hat ja ungefähr jeder vierte Hundehalter. Warum haben wir uns ebenfalls für einen Labrador entschieden?

Die Frage können wir ganz einfach beantworten:
Weil der Labrador viele Eigenschaften hat, die uns als zukünftige Hundehalter angesprochen hat.  

Als erstes haben wir die Frage geklärt, wie groß der Hund sein soll. Wir waren uns beide sehr schnell einig, dass es ein mittelgroßer bis großer Hund sein sollte mit dem man viel unternehmen kann. Wir haben über viele verschiedene Rassen recherchiert und sind immer wieder auf den Labrador zurück gekommen. Natürlich waren wir auch im örtlichen Tierheim und haben uns dort Hunde angeguckt. Allerdings war kein Hund dabei, der zu 100% zu uns gepasst hätte, weswegen wir uns nach einiger Zeit für einen Welpen vom Züchter entschieden haben.

Wir wollten einen agilen Hund, der viel Bewegung braucht. Allerdings sollte er auch kein Marathonläufer sein, den man nur durch 20 km Joggen ermüden kann. Denn das konnten wir und können wir nicht leisten. Labrador ist allerdings nicht gleich Labrador. Es gibt einmal die Show- und die Arbeitslinie bei Labradoren. Wir haben uns mit Ringo bewusst für einen Hund aus einer Showlinie entschieden, da wir den Hund z.B. nicht zur Jagd einsetzten wollten und wahrscheinlich eine Arbeitslinie nicht hätten auslasten können. 

Außerdem wollten wir einen Hund, der sehr menschenbezogen ist. Da der Labrador einen sehr ausgeprägten will-to-please hat, möchte er seinem Menschen immer gefallen und arbeitet gut mit seinem Hundeführer zusammen. Auch sagt man Labradoren nach, dass sie sehr kinderfreundlich sind, was ebenfalls ein wichtiger Aspekt für uns war. Ein Labrador sollte keine Aggression oder Schärfe zeigen, was ein weiterer Grund war, warum wir uns für die Rasse Labrador entschieden haben.

Ein weiterer Aspekt war, dass wir mit dem Hund arbeiten wollten. Wir wollten keinen faulen Hund, der nur in der Ecke liegt - was leider viele Leute von Labbis denken. Sondern einen Hund, der arbeitsfreudig ist und gut mitarbeitet. Da Labradore ursprünglich für die Jagd gezüchtet wurden, sind sie vorzügliche Apportierhunde. Wir haben uns mit Ringo für die Dummyarbeit als Jagdersatz entschieden, was ihm und uns sehr viel Freude bereitet. Das Apportieren im Wasser bereitet ihm besonders viel Freude! 

Und wie ist Ringo so? Ist er der ideale Labrador?


Ringo ist draußen sehr agil und braucht seine täglichen Spaziergänge, die wir gemeinsam mit ihm genießen. In der Wohnung verhält er sich jedoch ruhig - natürlich bekommt er ab und zu mal seine 5 Minuten, was ja auch normal ist. Er ist total menschenbezogen und liebt jeden! Egal ob alt oder jung - er sucht immer Kontakt zu Menschen und ist schon der Liebling in unserer Nachbarschaft, da er jedem so brav begegnet und sich gerne kraulen lässt. Auch mit Kindern arbeitet er super und ist sehr tolerant gegenüber Kindern. Auf jeden Fall können wir auch super viel Spaß mit Ringo haben! Wir fahren oft ans Wasser und lassen Bälle, Dummys oder Spielzeug apportieren, was ihm und uns Freude macht. Auf der Wiese trainieren wir ebenfalls Grundgehorsam, wobei er immer seinen deutlichen will-to-please zeigt. 

Wir haben mit Ringo im vergangenen Jahr einen Wesenstest beim Labrador Club Deutschland absolviert, den er mit Bravour bestanden hat. Sein Wesen wurde wie folgt bewertet:
"Der 16 Monate alte, lebhafte Rüde mit hoher Ausdauer, sehr guter Aufmerksamkeit und guter Unterordnungsbereitschaft zeigte heute eine gute Bindung zu seinen Führern. Die Rückenlage hat er sichtlich genossen. Fremden Menschen begegnet er mit Freude und Begeisterung. Der Beutetrieb ist sehr ausgeprägt vorhanden, den er über den gesamten Testverlauf immer wieder zeigte. Bring- und Spürtrieb sind ausgeprägt vorhanden. Den Parcours untersuchte er mit Neugier und Sicherheit. Im optischen Bereich brauchte er ein bisschen Hilfe. Der Rüde war beim Schuss sicher und unerschrocken. Ein Labrador, der vor Lebensfreude sprühte und gute Wesenseigenschaften hat." (Auszug aus dem Wesenstest Protokoll)
Unser Eindruck von Ringo als Hundehalter wurde hier vom Richter bestätigt und wir sind sehr stolz auf ihn, dass er so tolle Eigenschaften hat.

Weitere Informationen zur Rasse Labrador Retriever findet ihr beim Labrador Club Deutschland oder beim Deutschen Retriever Club.



Warum habt ihr euch gerade für euren Hund entschieden? Wir sind gespannt auf eure Geschichten! :)

Kommentare:

  1. Die meisten Labbis die ich kenne sind Tonnen auf 4 Pfoten. Aber schön das ihr eure eierlegendewollmilchsau gefunden habt ;)

    Liebste Grüße
    Dani mit Inuki und Skadi

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    1. Hallo ihr drei,
      leider gibt es sooooo viele dicke Labradore... :/ Wenn Ringo so viel essen könnte, wir er wollte, wäre er wahrscheinlich auch eine Tonne auf 4 Pfoten. Aber da muss man einfach als verantwortungsvoller Hundehalter den Riegel vor schieben. Mit einer guten Ernährung und ausreichend Bewegung, kann der Labrador dann auch ne echte Sportskanone sein. :) Ringo wird von vielen Leuten auch als ganz jung geschätzt, eben weil er nicht die Masse hat wie die meisten.
      Ringotastische Grüße! <3

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  2. Ich kenne tatsächlich auch eher zu dicke und vermutlich daher gemütliche Labbis - schön, dass Ringo so aktiv ist, wie ihr euch das gewünscht habt.
    Für Emmely habe ich mich entschieden, weil ich einen Begleiter zum Inliner fahren haben wollte und Lust hatte sehr vielseitig mit meinem Hund zu arbeite, sei es tricksen oder eben auch apportieren. Zudem habe ich nach einem Hund gesucht, der sowohl charakterlich als auch die äußerlichen Merkmale mitbringt um mich bei meinen Therapien zu begleiten.
    Darum wurde es ein Australian Sheperd. Und der Wurf eine ordentliche Portion Arbeitslinie hatte, habe ich die (fast) ruhigste Hündin gewählt.
    Sie ist wie erwartet albern, vielseitig, immer bereit zum Arbeiten und hat dabei ihren eigenen Kopf.

    Liebe Grüße
    Lizzy und das Indianermädchen

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  3. ich kenne da auch zuviele Labbis, die viel zu dick sind! Aber schön das Ringo so ausgelastet wird, wie es sich für einen Labrador gehört!
    Ich kam zu meinen Hunden, da ich schon immer von den kleinen agilen Hunden geträumt habe. Da ich damals auch noch in einer sehr kleinen Wohnung gewohnt habe, hat sich dieses nur angeboten!

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  4. Wir müssen gestehen, die meisten Labradore sind super fette und unsportliche Monster ;)
    Du hebst das ganze nun wieder hoch - klasse :) :)

    Wuff, Deco Pippa

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